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Couchsurfing

Couchsurfing, Foto: ramon stopelenburg_flickr

In der schnelllebigen Welt des Web 2.0, dem interaktiven Mitmach-Netz, gibt es auch für Reiselustige allerlei Hilfestellung. Dabei ist nicht die Rede von Online-Reiseführern oder Last-Minute-Flügen, sondern von den zahlreichen Internetportalen, auf denen Privatpersonen ihre Wohnung oder Couch für eine geringe Miete oder gar komplett kostenlos anbieten. Diese Online-Zimmerbörsen könnten den Reisemarkt langfristig verändern. Vor allem junge Menschen nutzen diese Dienste immer öfter.

Los ging alles vor acht Jahren mit Couchsurfing, bei dem Angebot ist der Name Programm: Interessierte weltweit registrieren sich kostenlos mit einem Profil auf der Seite und geben über ihren angebotenen Schlafplatz Auskunft. Jeder, der ein solches Profil besitzt, kann sich dann bei anderen melden und anfragen, ob der Platz für die gewünschte Zeit frei ist. Mittlerweile hat die Seite stolze 3,2 Millionen Mitglieder, die sich auf 249 Länder und 83.000 Städte verteilen – fast überall auf der Welt lässt sich also ein Couchsurfer finden. Die Identitätsprüfung mittels Kreditkarte sorgt für ein Mindestmaß für Sicherheit – erst bei erfolgreicher Überprüfung wird das Profil authentifiziert.

Weniger bekannt ist etwa der in Dresden gegründete Hospitality Club, übersetzt bedeutet das etwa Club für Gastfreundschaft. Hier steht der Austausch verschiedener Kulturen im Fokus: Die Macher erhoffen sich, durch ihr Angebot die Völkerverständigung und damit auch den Weltfrieden voran zu treiben. Das Prinzip ist ganz ähnlich wie bei Couchsurfing, momentan sind gut 300.000 Mitglieder über 207 Länder verstreut. Von dieser Seite abgetrennt hat sich das Portal BeWelcome: Seit 2007 ist es am Netz und versammelt mittlerweile mehr als 13.000 Mitglieder in über 100 Ländern.

Doch nicht alle Anbieter haben den Weltfrieden im Blick – es gibt auch zahlreiche kostenpflichtige Angebote, die jedoch im Vergleich zu einem Hotelzimmer oder Gästehaus immer noch ziemlich preiswert sind. Das US-amerikanische Startup Airbnb vermittelt seit 2008 private Schlafplätze und behält dafür eine Provision vom Gastgeber von rund drei Prozent und vom Gast von sechs bis zwölf Prozent des Mietpreises. Auch in Hamburg hat das Unternehmen mittlerweile eine Niederlassung. In mehr als 19.000 Städten in 192 Ländern gibt es Schlafplätze zwischen Preisen von 7 und 511 Euro pro Übernachtung.

Die Online Redaktion
23/09/2011
Allgemein, Trends
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Schlagwörter: BeWelcome, Couchsurfing, Hospitality Club
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